Wie attraktiv ist ein Standort für Übernachtungsgäste? Wie gut ist er digital angebunden? Und welche Mobilfunktechnologie steht vor Ort zur Verfügung?
Mit drei neuen Karten erweitert IZ Research den Bereich „Karten“ um relevante Informationen zu Tourismus, Breitbandverfügbarkeit und Mobilfunkversorgung. Dabei geht es nicht nur um zusätzliche Daten, sondern vor allem um die Möglichkeit, Standorte noch differenzierter zu betrachten und Entwicklungen gezielt einzuordnen.
Die neuen Karten greifen dabei auf aktuelle und belastbare Datenquellen zurück und machen komplexe Informationen auf Gemeindeebene schnell erfassbar.
Drei neue Karten – viele neue Perspektiven
// Tourismuskennzahlen //
Die neue Karte „Tourismus“ bietet gleich mehrere Perspektiven auf die touristische Bedeutung eines Standorts:
- Gästeankünfte: Anzahl der Ankünfte von Übernachtungsgästen pro Jahr
- Tourismusintensität: Übernachtungen je Einwohner
- Tourismusdichte: Übernachtungen je km²
- Aufenthaltsdauer: Anzahl der Nächte
- Bettenauslastung: Auslastung der Betten in Prozent auf Gemeindeebene
Besonders die Gästeankünfte liefern eine wichtige absolute Kennzahl: Eine Ankunft entspricht einem Gast, der in einem Beherbergungsbetrieb eincheckt – unabhängig davon, wie lange er bleibt. Damit lassen sich klassische Tourismus-Hotspots und das tatsächliche Besucheraufkommen eines Standorts schnell identifizieren.
Für die vertiefende Analyse stehen mit Übernachtungen je Einwohner und Übernachtungen je km² zusätzlich Kennzahlen zur Verfügung, die das Besucheraufkommen ins Verhältnis zur Bevölkerung beziehungsweise zur Fläche setzen.
Datenquelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2024.

// Breitbandverfügbarkeit //
Digitale Infrastruktur ist längst ein relevanter Standortfaktor. Die neue Karte „Breitbandverfügbarkeit“ zeigt, für welchen Anteil der privaten Haushalte an einem Standort festnetzgebundenes Breitband-Internet mit der jeweils ausgewählten Technologie und Download-Geschwindigkeit verfügbar ist.
Doch nicht jede Breitbandverbindung ist gleich. Für die Einordnung der Kartenwerte lohnt daher ein Blick auf die zugrunde liegenden Technologien:
- FTTC (Fibre to the Curb): Die Glasfaser reicht bis zum Technikgehäuse. Von dort führt die Verbindung über eine Kupferleitung bis ins Gebäude. Je nach Ausbau und Vectoring sind Geschwindigkeiten von bis zu 50 bzw. 100 Mbit/s möglich.
- FTTB (Fibre to the Building): Die Glasfaser reicht bis ins Gebäude. Innerhalb des Gebäudes wird die Verbindung über eine Kupferleitung weitergeführt. Möglich sind Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s.
- FTTH (Fibre to the Home): Die Glasfaser reicht direkt bis ins Gebäude beziehungsweise bis zum Anschluss des Haushalts. Damit sind Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s möglich.
Vereinfacht gesagt: Je näher die Glasfaser am Endkunden ankommt, desto höher sind in der Regel die möglichen Bandbreiten und desto größer ist das Potenzial für eine zukunftsfähige digitale Infrastruktur. Die Karte ermöglicht damit nicht nur einen Blick auf die Verfügbarkeit von Breitband, sondern – abhängig von der gewählten Technologie und Geschwindigkeit – auch auf die Qualität der digitalen Anbindung eines Standorts.
Die farbliche Abstufung zeigt den jeweiligen Anteil der versorgten privaten Haushalte in Prozent und macht regionale Unterschiede unmittelbar sichtbar.
Datenquelle: Bundesnetzagentur, Gigabit-Grundbuch (GIGA), 12/2025.
Weitere Informationen: www.gigabitgrundbuch.bund.de

// Mobilfunkversorgung //
Auch unterwegs ist eine zuverlässige digitale Anbindung entscheidend. Die Karte „Mobilfunkversorgung“ zeigt deshalb die jeweils neueste verfügbare Mobilfunktechnologie an einem Standort.
Die Einordnung erfolgt nach einer klaren Rangfolge: 5G SA, 5G, 4G und 2G. Wo beispielsweise 5G SA verfügbar ist, können in der Regel auch die älteren Technologien genutzt werden.
Damit ergänzt die Karte die Breitbandinformationen um eine weitere wichtige Facette der digitalen Standortqualität.
Datenquelle: Bundesnetzagentur, Mobilfunk-Monitoring (MFM), 12/2025.
Weitere Informationen: www.gigabitgrundbuch.bund.de

Was bringt die Erweiterung?
Der besondere Mehrwert der neuen Karten liegt im Zusammenspiel der Informationen. Tourismuskennzahlen zeigen, wie stark ein Standort tatsächlich frequentiert wird. Breitband- und Mobilfunkdaten geben Aufschluss darüber, wie gut die digitale Infrastruktur vor Ort aufgestellt ist.
Damit lassen sich Standortanalysen um Perspektiven ergänzen, die für unterschiedliche Fragestellungen relevant sind – von der Bewertung touristischer Nachfragepotenziale bis hin zur Einschätzung der digitalen Standortqualität.
Und auch bei den Tourismusdaten lohnt der genauere Blick: Während absolute Gästeankünfte das tatsächliche Besucheraufkommen sichtbar machen, ermöglichen Tourismusintensität und -dichte eine vergleichbare Einordnung unabhängig von Einwohnerzahl oder Flächengröße. Aufenthaltsdauer und Bettenauslastung liefern wiederum zusätzliche Hinweise auf die Struktur und Auslastung des touristischen Angebots.
Wo finden Sie die neuen Informationen?
Die neuen Karten sind direkt im Bereich „Karten“ von IZ Research verfügbar. Dort können die verschiedenen Kennzahlen ausgewählt und auf Gemeindeebene betrachtet werden.
So wird aus einer Vielzahl einzelner Datenpunkte ein übersichtliches Gesamtbild – aktuell, differenziert und mit der Detailtiefe, die eine fundierte Analyse des Standortes braucht.
Denn gute Standortinformationen beantworten nicht nur die Frage, wo etwas passiert. Sie helfen auch zu verstehen, warum ein Standort interessant ist und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.
Hier finden Sie die Karten!

Den Karten-Manager mit allen verfügbaren Themenkarten finden Sie rechts unten in der jeweiligen Kartenansicht.




