Umweltrisiken auf den Punkt gebracht.

Blogbeitrag_Umweltrisiken

Welche Umweltgefahren bestehen an Ihrem Standort und wie zukunftsfähig ist eine Immobilie?

Die Umweltrisikokarten in IZ Research sorgen für mehr Sicherheit bei jeder Standortbewertung und bieten eine belastbare Grundlage für praxisnahe Standort- und Investitionsentscheidungen. Neben der Lärmbelastung und der Hochwassergefahr finden Sie ab sofort auch Karten zu historischen Erdbebenereignissen, Hitzebelastungen, (Stark-)Niederschlagsrisiken und durchschnittlichen Temperaturen im Kartenmanager der Plattform.

Die Umweltrisikokarten im Überblick

  1. Erdbeben – Historische Erdbebenereignisse in Deutschland
  2. Hitzebelastung – Urbane Wärmeinseln (UHI) und Hitzetage
  3. Hochwassergefahr – Hochwassergefährdung für zusammenhängende Siedlungsgebiete entlang von Gewässern
  4. Lärmbelastung – Lärmkarte für Straßen, Schienen, Flugverkehr und Industrie
  5. Niederschlag – Saisonale sowie gesamtjährliche Niederschlagsmenge
  6. Starkniederschlagsrisiko – Starkniederschläge über verschiedene Zeiträume und Wiederkehrintervalle
  7. Temperatur – Saisonale sowie gesamtjährliche Durchschnittstemperatur

So finden Sie die neuen Karten

Alle Karten sind übersichtlich in der Kategorie „Umweltrisiko“ im Karten-Manager zusammengefasst. So finden Sie auf einen Blick, was Sie suchen.

Melden Sie sich dafür mit Ihrem IZ Research-Zugang an.

Klicken Sie auf den Kartenmanager und wählen Sie dort den Filter „Umweltrisiko“ aus. Nun werden Ihnen alle Karten angezeigt, die dieser Kategorie zugeordnet sind. 

Lesen Sie weiter, um detailliert zu erfahren, welche Vorteile die Karten für Ihren Arbeitsalltag bieten. 

Stille Gefahr: Wo historische Beben in Deutschland das Risiko bestimmen

Deutschland gilt nicht als klassisches Erdbebenland, doch dieser Eindruck täuscht. Der Deutsche Erdbebenkatalog verzeichnet Tausende seismische Ereignisse. Mit der neuen Erdbebenkarte in IZ Research wird dieses Risiko sichtbar: Sie zeigt alle historisch erfassten Beben mit Angaben zur Magnitude und Herdtiefe, ergänzt durch die wesentlichen Verwerfungslinien und tektonischen Grenzen Deutschlands.  

Jedes Erdbebenereignis als Punkt dargestellt

Die Punktgröße entspricht der Magnitude. Das bedeutet: Je größer der Punkt, desto stärker war das Beben. Die Farbe gibt Auskunft über die Herdtiefe. Verwerfungslinien und tektonische Grenzen sind in Rot eingezeichnet und zeigen, wo strukturelle Spannungen im Untergrund verlaufen.

Screenshot der Erdbebenkarte

Warum das für Immobilienakteure relevant ist

Seismisches Risiko beeinflusst direkt Baukosten, Beleihungswerte und die langfristige Wertentwicklung eines Objekts. Für alle, die Immobilien bewerten, finanzieren oder im Portfolio halten, liefert die neue Erdbebenkarte eine datenbasierte Grundlage, die bislang häufig fehlte.

Besonders für Projektentwickler zahlt sich der frühe Blick auf die Karte aus: Die Erdbebenzone eines Grundstücks bestimmt unmittelbar statische Anforderungen – und damit Baukosten sowie Genehmigungsfähigkeit, bevor der erste Euro investiert ist.

Wenn Hitze zum Standortrisiko wird 

Sommerliche Hitze ist längst kein vorübergehendes Komfortproblem mehr: Sie ist ein messbarer Standortfaktor. Wer heute in Immobilien investiert, sie bewertet oder entwickelt, muss verstehen, wo urbane Überhitzung strukturell eingepreist werden sollte, und wo Handlungsbedarf besteht. 

Überhitzte Quartiere sichtbar gemacht 

Die Hitzebelastungskarte in IZ Research kombiniert zwei Datenlayer des Deutschen Wetterdienstes. Der erste zeigt urbane Wärmeinseln (UHI): Stadtquartiere, in denen im 10-Jahres-Mittel zwischen 2014 und 2023 deutlich mehr Tropennächte auftreten als im Umland – also Nächte, in denen die Temperatur zwischen 18 Uhr bis 6 Uhr nicht unter 20 °C liegt.  

Der zweite Layer ergänzt diese Perspektive um Hitzetage (Tage mit mindestens 30 °C) und macht so sichtbar, welche Lagen auch tagsüber dauerhaft thermisch belastet werden.  

Screenshot Hitzebelastungskarte Deutschland

Heiße Lagen, kühle Kalkulationen

Die Hitzebelastung schlägt auf nahezu alle relevanten Kennzahlen durch: Die Betriebskosten steigen durch erhöhten Kühlbedarf, die Vermietbarkeit von Wohnungen ohne Verschattung oder Klimatisierung sinkt. 

Nutzen Sie die Karte als frühes Planungsinstrument: Wärmeinsellagen und Hitzetage beeinflussen die Anforderungen an Begrünung, Verschattung und sommerlichen Wärmeschutz und damit auch die Baukosten und Genehmigungschancen.

Die Ausdehnung von Überflutungsflächen in Deutschland 

Hochwasser ist kein Ausnahmeereignis mehr. Extremniederschläge, begradigte Flussläufe und der Klimawandel sorgen dafür, dass immer mehr Standorte in Deutschland regelmäßig unter Druck geraten mit direkten Konsequenzen für Immobilienwerte, Versicherbarkeit und Finanzierbarkeit. Die Hochwassergefahrenkarte gehört seit 2023 zu IZ Research und wird nun als Teil der neuen Kategorie „Umweltrisiken noch sichtbarer platziert. 

Drei Szenarien, eine klare Aussage

Die Karte zeigt die Ausdehnung von Überflutungsflächen in drei wählbaren Szenarien: von häufigem Hochwasser mit einem Wiederkehrintervall von 10 bis 20 Jahren über mittlere Ereignisse ab 100 Jahren bis hin zu seltenen Extremereignissen. Zusätzlich sind durch Deiche oder andere Schutzanlagen gesicherte Flächen als schraffierte Bereiche ausgewiesen, denn auch geschützte Gebiete können überflutet werden, wenn Schutzeinrichtungen versagen oder überlastet sind. Wählbar sind zudem die Hochwasserursachen: Flusshochwasser oder küstennahes Meereshochwasser. 

Die Daten zu hochwassergefährdeten Bereichen basieren auf national flächendeckend homogenisierten Datenbeständen, die von der Bundesanstalt für Gewässerkunde zur Verfügung gestellt werden und durch die Richtlinie 2007/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2007 zur Bewertung und zum Management von Hochwasserrisiken definiert sind. 

Screenshot_Hochwassergefahrenkarte

Das bringt Ihnen die Hochwassergefahrenkarte

Durch den Klimawandel und die Zunahme der Hochwasserhäufigkeit ist es wichtig, dass sich Städte und Gemeinden, Immobilienbesitzer sowie Projektentwickler dieser Gefahren bewusst sind und sich gegen Umweltrisiken entsprechend absichern. Mit der Hochwassergefahrenkarte in IZ Research stellen wir unseren Kunden eine wichtige Informationsquelle zur Risikoeinschätzung zur Verfügung. 

Die Hochwassergefahrenkarte hilft Ihnen bei der Einschätzung, ob die zu bewertende Immobilie bzw. der Standort durch Hochwasser gefährdet ist und Sie dafür im Zweifelsfall Schutzmaßnahmen, wie hochwasserangepasstes Bauen oder eine besondere finanzielle Absicherung durch die passende Versicherung, treffen müssen. 

Lärm sichtbar gemacht: Belastung nach Standort und Tageszeit 

Ob Hauptverkehrsstraßen, Bahntrasse oder Einflugschneise: Lärmbelastung ist ein unterschätzter Wertfaktor im Immobilienbereich. Dabei lässt sie sich präzise messen und schon seit Sommer 2024 direkt in IZ Research prüfen.  

Zwei Indizes, ein vollständiges Lärmbild 

Die Lärmkarte bildet die Belastung durch Straßen-, Schienen- und Luftverkehr sowie Industrie ab – basierend auf EU-weit einheitlichen Berechnungsverfahren und Kenngrößen gemäß der EU-Umgebungslärmrichtlinie. Wählen Sie dabei zwischen zwei Indizes:  

  • LDEN erfasst die Belastung über den gesamten Tag, mit höherer Gewichtung für Abend- und Nachtstunden  
  • LNight fokussiert sich auf Nachtzeiten zwischen 22 Uhr und 6 Uhr  

Die Lärmdaten werden zusätzlich direkt auf der Objektdetailseite ausgespielt. 

Screenshot der Lärmbelastungskarte

Wo Lärm den Wert bestimmt

Die Lärmbelastung eines Objekts schlägt sich unmittelbar in Mietpreisen, Kaufpreisen und der Vermarktungsdauer nieder. Die detaillierte Darstellung der Lärmbelastung schafft Klarheit und Vertrauen bei allen Stakeholdern. Für Investoren und Bewerter liefert die Karte eine Grundlage, um Abschläge für Schallschutzsanierungen zu begründen sowie Standortqualitäten objektiv zu vergleichen.  

Makler und Projektentwickler erkennen frühzeitig, wo Schallschutzkonzepte zur Pflicht werden und wo ruhige Lagen als echtes Vermarktungsargument dienen. 

Regen, Trockenheit, Standortqualität – Niederschlag macht den Unterschied

Niederschlag klingt zunächst nach Wetterkunde, ist aber ein handfester Standortfaktor. Wo es dauerhaft viel regnet, steigen Instandhaltungskosten und Feuchtigkeitsrisiken. Wo es zu wenig regnet, gerät die Infrastruktur unter Druck. Wer weiß, wie sich der Niederschlag saisonal verteilt, kann Risiken einschätzen, bevor sie sichtbar werden.  

Niederschlag auf einen Blick – saisonal und im Jahresüberblick

Die Niederschlagskarte zeigt Ihnen die langjährigen mittleren Niederschlagssummen, ausgegeben in Millimetern, auf Basis der Daten des Deutschen Wetterdienstes. Durch die verschiedenen Kartenlayer können Sie sich die Daten sowohl für das Gesamtjahr als auch für jede der vier meteorologischen Jahreszeiten anzeigen lassen. Dadurch lässt sich nicht nur ablesen, wie viel Niederschlag ein Standort im gesamten Jahr erhält, sondern auch, ob die Belastung gleichmäßig verteilt ist oder sich saisonal konzentriert. 

Screenshot der Niederschlagskarte

Was Niederschlagsdaten für Immobilienakteure leisten

Liegt der Standort in einer Region, die zunehmend mit saisonalen Extremen kämpft? Ist ein Objekt dauerhaft hoher Feuchtigkeitsbelastung ausgesetzt?  

Nutzen Sie die saisonalen Layer gezielt in der Planungsphase – etwa für die Entwässerungssysteme, Materialwahl oder die Auslegung von Außenanlagen. Und für Family Offices mit langfristigem Anlagehorizont gilt: Niederschlagsverschiebungen, die heute noch marginal wirken, können über Jahrzehnte erhebliche Instandhaltungs- und Wertentwicklungsunterschiede verursachen.  

Starkniederschlagsrisiken im Blick  

Regen ist nicht gleich Niederschlag: Starkniederschlag trifft schnell, lokal und mit enormer Wucht auf. Anders als Hochwasser ist Starkniederschlag schwerer vorherzusagen, aber statistisch gut belegt. In der neuen Karte „Starkniederschlagsrisiko“ finden Sie dafür ab sofort alle verfügbaren Daten auf einen Blick. 

So wird das Starkniederschlagsrisiko in IZ Research dargestellt 

Je nach ausgewähltem Layer zeigt die Karte die statistisch ermittelten Starkniederschlagshöhen in Millimetern für eine Dauer von 24 bzw. 72 Stunden sowie für ein Wiederkehrintervall von einem oder 100 Jahren. Ihnen stehen dafür Datenstände aus den Jahren 2010 und 2020 zur Verfügung.  

Screenshot Starkniederschlagskarte

Starkregen trifft jeden Standort, aber nicht jeden gleich

Mit der neuen Karte erhalten Sie eine Risikoeinschätzung für Starkregen, um beispielsweise Instandhaltungskosten oder Versicherungsprämien besser abschätzen zu können. Gleichzeitig können Sie anhand beider zur Verfügung gestellten Datenstände erkennen, welche Entwicklung das Starkregenrisiko am Standort bereits genommen hat 

Neue Temperatur-Daten für Ihre Standortbewertungen

Wer wissen möchte, wie heiß ein Standort im Sommer typischerweise ist oder wer mögliche Heizbedarfe einschätzen möchte, kann dies jetzt direkt in IZ Research ermitteln.  Die neue Karte Temperatur” zeigt Ihnen Temperaturunterschiede, aufgeschlüsselt nach Jahreszeiten sowie nach Durchschnitts-, Minimal- und Maximalwerten.

Behalten Sie Temperaturunterschiede an Ihrem Standort im Blick

Auf Basis der Daten des Deutschen Wetterdienstes aus den Jahren 2016 bis 2025 zeigt die neue Karte Temperaturwerte nach Jahreszeit. Kombinieren Sie dazu die beiden Kategorien „Jahreszeit“ (Auswahl aller meteorologischen Jahreszeiten sowie einer Gesamtjahresübersicht) und „Temperatur“ (Auswahl der durchschnittlichen Temperatur, Temperaturspitzen und –minima).  

Sie möchten wissen, wie der Heizbedarf am ausgewählten Standort sein könnte? Wählen Sie dazu in der Karte „Winter“ und „Minimum“ aus. So erhalten Sie die durchschnittliche Tiefsttemperatur im Winter.  

Screenshot Temperaturkarte IZ Research

Temperatur rechnet sich. In alle Richtungen. 

Die Karte liefert Ihnen als Investor oder Finanzierer eine Grundlageenergetische Anforderungen standortbezogen einzuschätzen. Projektentwickler nutzen die saisonalen Layer für die Planung von Gebäudeausrichtungen, Dämmstandards oder die Auslegung von Heizungs- und Kühlsystemen. Als Family Office erkennen Sie Temperaturtrends für Bestandsimmobilien frühzeitig und schätzen Risiken ein.  

Fazit  

Klimarisiken sind keine abstrakte Zukunftsfrage mehr. Sie beeinflussen schon heute, was eine Immobilie wert ist, ob sie sich finanzieren lässt und wie sie sich über Jahrzehnte entwickelt. Die sieben Umweltrisikokarten in IZ Research bündeln diese Faktoren an einem Ort, damit Sie die Daten direkt in Ihren Recherche- und Entscheidungsprozess einbinden können.  

Ob Erdbebenzonen, Hitzebelastungen, Hochwassergefahren, Lärmbelastungen, Niederschläge und ihr Risiko: Jede Karte liefert Ihnen eine Datenperspektive und eine belastbare Grundlage etwa für Ankaufsentscheidungen, Bewertungsgutachten, Kreditvergaben und die langfristige Portfoliosteuerung.  

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